Der Kontrabass
von Patrick Süskind, 1980
Ein Mann und sein Instrument.
Der namenlose und hoffnungslos neurotische Kontrabassist hockt in seiner Wohnung und wartet
auf den Auftritt am Abend. Wagners „Rheingold“ wird es geben vor dem Ministerpräsidenten in der ersten Reihe. Aber wichtiger
noch: Sarah wird da sein, die Sopranistin, in die er sich verliebt hat. Allerdings weiß die Auserwählte bis jetzt weder von
seinen Gefühlen noch von seiner Existenz. Und das ist das Problem. Wer nimmt schon einen Kontrabassisten am dritten Pult in
der letzten Reihe eines Orchesters wahr?
Die Zeit ist reif für eine Abrechnung - mit den Solisten und Dirigenten, mit rücksichtslosen Komponisten, mit einer Welt, die ihn weder beachtet noch versteht, und vor allem mit diesem monströsen Instrument, das ihn permanent nur behindert.
Was der Musiker in seinem schallisolierten Akustikzimmer von sich gibt, ist der sarkastische Aufschrei eines frustrierten Einzelgängers. Hinter seinen kenntnisreichen Ausführungen versteckt sich eine Lebensbeichte, die erschüttern müsste - wenn sie nicht zum Lachen wäre.
Es spielt: Holger Ellwanger
Regie: Gerrit Stratmann
Spieldauer: etwa 115 Minuten
Termine: während der Spielzeit jeden 3. Samstag im Monat!
Beginn jeweils 19:30 Uhr
Weitere Informationen und Bilder zur Inszenierung finden Sie auch auf der Kontrabass-Homepage.
Hören Sie doch mal rein!
Aufführungsrechte beim Diogenes Verlag




